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16.07.2012Covadonga Verlag

Eine literarische Liebeserklärung an das Radfahren

655.gifSie lieben Ihr Rennrad? Dann werden sie auch dieses Buch in Ihr Herz schließen. Versprochen!

Vor rund zehn Jahren, in seiner Zeit als Kulturattaché der französischen Botschaft in Kairo, veröffentlichte Paul Fournel eine Liebeserklärung an seine zweite große Leidenschaft neben der Literatur: „Besoin de vélo“, ein Band mit Erzählungen über das Radfahren, bescherte dem angesehenen Schriftsteller nicht nur zwei weitere Buchpreise (den Prix Sport-Scriptum und den Prix Louis-Nucera). Spätestens mit der Übersetzung ins Amerikanische avancierten seine Geschichten aus seinem Leben als passionierter Rennradfahrer auch zu dem Radsport-Kultbuch bei Velo-Freunden in aller Welt. Denn in wunderbar knapper, suggestiver Prosa entwirft Paul Fournel ein Universum, in dessen Zentrum das Fahrrad steht. Mit feinem Gespür und außergewöhnlicher Wortgewalt – so verdichtet er das Erlebnis des Radfahrens in rund fünfzig höchst pointierten Erzählungen. Nun ist dieses zeitlos schöne Buch auch in einer deutschen Übersetzung erhältlich: „Die Liebe zum Fahrrad“ (Covadonga Verlag 2012, ISBN 978-3-936973-65-5, EUR 16,80 [D]).

Paul Fournels Kurzgeschichten und Miniaturen über den Drang zum Velo umspannen praktisch alle Sinnes- und Erfahrungsebenen des Radfahrers: Die Landschaften, die an ihm vorbeifliegen. Die Passstraßen, die er erobert und mit seinem Schweiß tränkt. Todesverachtende Abfahrten und halsbrecherische Stürze. Die Schmerzen in den Beinen und das Ringen nach Atem. Die schönsten Kindheitserinnerungen und den seligsten Endorphinrausch. Die Kameradschaft des Pelotons und das Kräftemessen. Die Gemeinheit des Windes und die Schönheit eines handgefertigten Rennrads. Die Gerüche, die Geräusche und die Sprache des Radsports. Im Heute und in seiner ruhmreichen Geschichte. In den Bergen, in der Stadt und bei der feierabendlichen Flucht aufs Land. Im Windschatten Gleichgesinnter und als einsamer Solist. Leidend, völlig erschöpft ... und von purer Freude erfüllt.

Wer ein Ohr hat für die Literatur und sein Rennrad liebt, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen. Denn Paul Fournels gesammelte Erzählungen vom Radfahren besitzen jene seltene, kostbare Magie, die unmittelbar einen Strom liebevoller Erinnerungen auslöst – bei allen, die selbst mit Freude in die Pedale treten.


Paul Fournel wurde 1947 in Saint-Étienne als Sohn eines Buchhändlers geboren. Schon im Alter von fünf Jahren beschloss er, Schriftsteller zu werden. Er studierte Literaturwissenschaften an der École normale supérieure in Saint-Cloud und hat seither zahlreiche Bücher veröffentlicht: Romane und Gedichtbände, Essays und autobiografische Erzählungen. Bereits mehrfach wurde er für seine Arbeiten mit wichtigen Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem „prix Goncourt de la nouvelle“. Seit 1972 gehört er der internationalen Autorenvereinigung OuLiPo (Werkstatt für Potentielle Literatur) an, einer der bedeutenden zeitgenössischen literarischen Gruppen Europas, deren Präsident er seit 2003 ist. Paul Fournel war als Lektor und Programmleiter für renommierte französische Verlagshäuser tätig, darunter Hachette, Ramsay und Seghers. Er lehrte Literaturwissenschaften an den Universitäten Paris und Princeton, leitete die Niederlassung der Alliance Française in San Francisco und war Präsident des Schriftstellerverbandes Société des Gens de Lettres. Im Jahr 2007 wurde er Kulturattaché der französischen Botschaft in London – eine Funktion, die er zuvor auch bereits in Kairo bekleidet hatte. Ende 2010 kehrte Paul Fournel nach Paris zurück, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Seine zweite Leidenschaft neben der Literatur gehört seit Kindertagen dem Rennrad.


Paul Fournel:
Die Liebe zum Fahrrad

Aus dem Französischen von Nathalie Mälzer und Stefan Rodecurt
Covadonga Verlag, 2012; ISBN 978-3-936973-65-5
Gebundene Ausgabe; 184 Seiten im Format 20,4 cm x 12,5 cm
Ladenpreis: EUR 16,80 [D]





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